Endgültige Investitionsentscheidungen für das Baltic Pipe-Projekt getroffen.

Die Fernleitungsnetzbetreiber in Polen und Dänemark, GAZ-SYSTEM und Energinet, trafen positive Investitionsentscheidungen und vereinbarten, das Baltic Pipe-Projekt gemeinsam umzusetzen. Die Pipeline wird die Lieferung von Erdgas aus Norwegen über Dänemark nach Polen und in andere Länder der Region sowie die Lieferung von Erdgas aus Polen nach Dänemark und Schweden ermöglichen. Die Investitionsentscheidungen wurden am 30. November 2018 in Warschau bekannt gegeben.

Positive Investitionsentscheidungen auf beiden Seiten bedeuten, dass sich Energinet und GAZ-SYSTEM verpflichtet haben, eine On- und Offshore-Gasleitung mit einer Gesamtlänge von 900 km zu bauen. Baltic Pipe wird die Gebiete von drei Ländern – Dänemark, Schweden und Polen – durchqueren; mit dem Gastransport soll im Oktober 2022 begonnen werden.

„Der Bau der Baltic Pipe wird für die Verbraucher in Polen und Dänemark sowie für beide Länder von Vorteil sein. Die neue gegenseitige Netzanbindung wird den Erdgasmarkt in Europa weiter stärken und integrieren. Darüber hinaus kann Baltic Pipe zur Erreichung der europäischen Klimaziele beitragen“, so Thomas Egebo, Energinet-Präsident.

Der Dialog mit Grundbesitzern und Behörden wird in beiden Ländern fortgesetzt, damit die Umsetzung des Baltic Pipe-Projekts so wenig wie möglich Auswirkungen auf Mensch und Umwelt hat.

Dank positiven Investitionsentscheidungen tritt auch der am November d.J. unterzeichnete Bauvertrag (sog. Construction Agreement) in Kraft. Darin werden die Grundsätze der Zusammenarbeit und die Verantwortung der Parteien für einzelne Teile des Projekts bis Oktober 2022 festgelegt.

„Die Gasleitung Baltic Pipe wird nach dem vereinbarten Zeitplan gebaut. Wir überwachen ständig den Arbeitsfortschritt am Projekt und die Umsetzung der nachfolgenden Phasen. Die Investitionsentscheidungen von GAZ-SYSTEM und Energinet eröffnen ein neues Kapitel in unserer Zusammenarbeit“, sagte Tomasz Stępień, Vorstandsvorsitzender von GAZ-SYSTEM.

Bereits vor der Investitionsentscheidung unterzeichnete Energinet mit ihrem norwegischen Pendant Gassco eine Vereinbarung über den Bau einer Verbindung zwischen den beiden Systemen. Dies wird den Gasfluss von Norwegen nach Dänemark und Polen ermöglichen.

Das Baltic Pipe-Projekt steht im Einklang mit energiepolitischen Ansätzen der Europäischen Union. Der direkte Zugang der mittel- und osteuropäischen Region zu Lagerstätten in Norwegen wird die Versorgungssicherheit erhöhen, eine neue Route für die permanente Versorgung mit Erdgas eröffnen und gleichzeitig den Wettbewerb und den Preisdruck zwischen den Gaslieferanten erhöhen. Die Gasleitung ist auch Teil der Klimaschutz- und Unterstützungspolitik für die Länder Mittel- und Osteuropas bei der Senkung der Emissionen ihrer Volkswirtschaften und der Stabilisierung der Energiesysteme angesichts einer den Schwankungen ausgesetzten Produktion aus erneuerbaren Quellen.

Positive Investitionsentscheidungen auf beiden Seiten zu treffen, ist eine weitere wichtige Phase des Baltic Pipe-Projekts. Die planmäßige Realisierung ermöglicht es, die nächsten Arbeitsschritte einzuleiten, wie z.B. ein Ausschreibungsverfahren für potenzielle Auftragnehmer der On- und Offshore-Gasleitungen, weitere Planungsanalysen oder die Vorlage eines Berichts über die Umweltauswirkungen des Projekts und die Durchführung öffentlicher Konsultationen in den vom Projekt betroffenen Ländern.