GAZ-SYSTEM: Der Vertrag über die EU-Unterstützung der EU für Baltic Pipe wurde unterzeichnet

GAZ-SYSTEM hat mit der EU-Exekutivagentur für Innovation und Netze (INEA) eine Vereinbarung zur Mitfinanzierung der Bauarbeiten für das Baltic Pipe-Projekt im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ unterzeichnet. Die feierliche Unterzeichnung des Vertrags über die finanzielle Unterstützung, dessen Höchstbetrag sich auf fast 215 Millionen Euro beläuft, fand am 15. April 2019 in Brüssel statt.

An der Veranstaltung nahmen der Vizepräsident der Europäischen Kommission Maroš Šefčovič, der EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie Miguel Arias Cañete, der Generaldirektor der Generaldirektion Energie Dominique Ristori, der Regierungsbeauftragte für Strategische Energieinfrastruktur Piotr Naimski und der Geschäftsführer von GAZ-SYSTEM Tomasz Stępień teil.

Der Zuschuss wird für die Durchführung von Bauarbeiten sowohl für die Offshore-Gasrohrleitung, die die Übertragungsnetze Polens und Dänemarks verbindet, als auch für die Entwicklung und Modernisierung des polnischen Erdgastransportnetzes verwendet.

Laut Tomasz Stępień, dem Geschäftsführer von GAZ-SYSTEM S.A., bestätigt der Erhalt weiterer Mittel, dass Baltic Pipe nicht nur für Polen, sondern auch für die gesamte Europäische Union sehr wichtig ist. – Aus der Sicht unseres Landes hat die Gasverbindung zwischen Polen und Dänemark eine strategische Dimension – sie wird zur Diversifizierung der Versorgung benötigt. Die Investition ist jedoch auch für die EU von Vorteil, die an der Vergrößerung des Handelsaustauschs und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Gasmarktes interessiert ist – betonte Herr Stępień.

Die Unterzeichnung des Vertrags über die Mitfinanzierung ist eine Umsetzung des Beschlusses der EU-Mitgliedstaaten vom 23. Januar 2019, finanzielle Unterstützung für das Baltic Pipe-Programm aus der EU- Fazilität „Connecting Europe“ (Connecting Europe Facility – CEF) zu gewähren. Die finanzielle Unterstützung erfolgte auf der Grundlage des 2018 durchgeführten, zweiten Subventions-Ausschreibens von CEF-Energy für die Aufgabe “Bauarbeiten für das Infrastrukturcluster 8.3 im Rahmen von Projekten von gemeinschaftlichem Interesse (PCI)”.

 

Bisherige EU-Fördermittel für Baltic Pipe

Im Januar 2019 r. hat die Europäische Kommission dem Projekt einen Zuschuss in maximaler Höhe von 215 Mio. EUR für Bauarbeiten gewährt. In den Jahren 2017 und 2018 wurde die Durchführung von Projektarbeiten mit einem Zuschuss in maximaler Höhe 51,4 Mio. EUR gefördert. 2015, im Rahmen eines Ausschreibens, erhielt das Projekt den Zuschuss in maximaler Höhe von 400 000 EUR für die Durchführung der Machbarkeitsstudie. Der Gesamtbetrag der bisher gewährten EU-Fördermittel für das Baltic Pipe-Projekt beläuft sich auf 266,8 Mio. EUR.

Die “Connecting Europe Facility” ist ein wichtiges EU-Instrument, dass die Entwicklung in drei Bereichen (Transport-, Energie und Telekommunikationsnetz) unterstützt. Um einen Zuschuss zu erhalten, muss der Antrag ein “Projekt von gemeinschaftlichem Interesse” sein (sog. PCI). Dieser Status wird an Infrastrukturprojekte vergeben, die darauf abzielen, den europäischen Energiebinnenmarkt zu stärken und die energiepolitischen Ziele der EU, also die Bereitstellung erschwinglicher, sicherer und erneuerbarer Energie, realisieren. Das Baltic Pipe-Projekt wurde in alle bisherigen PCI-Listen aufgenommen, die 2013, 2015 bzw. 2017 verabschiedet wurden.