Vorteile des Baltic Pipe Projekts

Das Baltic Pipe Projekt wird Polen, Dänemark und anderen Ländern des Ostseeraums sowie Mittel- und Osteuropas voraussichtlich erhebliche sozioökonomische Vorteile bringen. Das Projekt steht völlig im Einklang mit der EU-Energiepolitik, die eine sichere, erschwingliche und nachhaltige Energieversorgung in Europa durch verstärkte Marktintegration, Diversifikation der Bezugsquellen und verschärften Wettbewerb anstrebt.

Eine neue Bezugsquelle wird die Energiesicherheit verbessern. Mehr >
Durch die neue Pipeline werden Handel und Wettbewerb zunehmen. Mehr >
Ein voraussichtlicher Vorteil werden niedrigere Gasrechnungen für die Verbraucher sein. Mehr >
Das Baltic Pipe Projekt wird zur Nachhaltigkeit in Europa beitragen. Mehr >

Versorgungssicherheit

Eine Diversifikation der Bezugsquellen ist für die Sicherheit der Energieversorgung unerlässlich.

Das Baltic Pipe Projekt wird in Polen, Dänemark, Schweden, dem Baltikum sowie Mittel- und Osteuropa zu einer erheblichen Verbesserung der Diversifikation der Bezugsquellen beitragen.

Der Eintritt neuer Akteure in den polnischen Markt wird den Wettbewerb zwischen den Anbietern verstärken. So wird die Investition in Polen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit beitragen. Der dänische und der schwedische Gasmarkt wiederum werden durch den direkten Zugang sowohl zu norwegischem Gas als auch zum globalen Markt für Flüssigerdgas (LNG) über das polnische LNG-Terminal von zwei neuen Versorgungsquellen profitieren.

Verbesserung der EU-Gasinfrastruktur

Das Baltic Pipe Projekt trägt im Falle von Störungen der Gasversorgung zur Bildung einer Energieallianz von EU-Mitgliedstaaten bei und verringert das Risiko von Angebotsverknappungen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich gezeigt, dass die Erdgasmärkte in Mittel- und Osteuropa stark fragmentiert sind und von wenigen Versorgungsquellen abhängen.

Neuer Versorgungskorridor

Das Baltic Pipe Projekt würde einen zusätzlichen wichtigen Versorgungsweg für Gas aus dem Norden darstellen und somit zu einer grundlegenden Veränderung der gegenwärtigen Versorgungsstruktur in Mittel- und Osteuropa beitragen, die in der Vergangenheit auf Gas aus dem Osten angewiesen war. Damit wäre in dieser Region nicht nur eine größere Diversifikation der Gasversorgungsquellen, sondern auch der Versorgungswege gegeben. Eine solche Diversifikation geht für die Endverbraucher – sowohl Gewerbebetriebe als auch Privathaushalte – mit einer größeren Versorgungssicherheit einher.

Versorgungssicherheit

Verstärkter Wettbewerb

Das Baltic Pipe Projekt wird einen intensiveren Handel und einen stärkeren Wettbewerb im Gasmarkt begünstigen.

Die Entwicklung funktionierender und flexibler Gasmärkte setzt voraus, dass Wettbewerb und Preiskonvergenz zwischen regionalen Gasmärkten vorhanden sind. Die meisten mittel- und osteuropäischen Gasmärkte hängen derzeit von einem einzigen Anbieter ab und haben keinen oder nur begrenzten Zugang zu alternativen Versorgungsquellen. Folglich gibt es keinen Wettbewerb zwischen den Anbietern auf diesen Märkten. Dadurch ist Erdgas als Alternative zu anderen fossilen Energieträgern, wie beispielsweise Kohle, weniger attraktiv.

Intensivierung des Handels durch eine stärkere europäische Infrastruktur

Als zusätzliche Versorgungsquelle könnte das Baltic Pipe Projekt in Kombination mit anderen geplanten Gasverbundleitungen in der Region neue Handelsmöglichkeiten für die Länder in Mittel- und Osteuropa sowie das Baltikum schaffen.

Ziel der europäischen Energiepolitik ist es, einen wettbewerbsintensiven Energiebinnenmarkt zu schaffen. Dies kann durch den Aufbau eines paneuropäischen integrierten Energienetzes realisiert werden, das den freien Transport von Energie ermöglicht. Ohne ausreichende grenzüberschreitende Kapazitäten und ohne Zugang zu einem diversifizierten Angebotsportfolio ist es nicht möglich, einen flexiblen Energiebinnenmarkt zu schaffen.

Verstärkter Wettbewerb

Niedrigere Preise

Die Erdgasverbraucher können durch niedrigere Gaspreise ebenfalls von der neuen Versorgungsquelle profitieren.

Durch den Zugang zu neuen Versorgungsquellen in allen beteiligten Ländern werden sich die regionalen Gaspreisunterschiede wahrscheinlich zugunsten der Endverbraucher verringern. Außerdem wird das Baltic Pipe Projekt dazu beitragen, die Gasübertragungstarife auf einem niedrigen Niveau zu halten. In Dänemark ist das Projekt ein wichtiger Bestandteil der Bestrebungen zur Kontrolle und Senkung der Gasübertragungskosten.

Niedrigere Preise

Nachhaltigkeit

Das Baltic Pipe Projekt hat das Potenzial, die Nutzung von Erdgas als Brennstoff für Endverbraucher und Kraftwerke zu fördern. In Polen, Mittel- und Osteuropa sowie dem Baltikum kann dies dazu führen, dass Erdgas andere fossile Energieträger wie z. B. Kohle ersetzt. Dadurch kann das Projekt die CO2-Emissionen senken.

Zudem kann das Baltic Pipe Projekt auch die Integration erneuerbarer Energiequellen wie Biogas in das Gasübertragungsnetz begünstigen, wenn sich ein solcher Bedarf ergibt.

Nachhaltigkeit